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Ein treuer Hund

Lang ist er unterwegs. Die Beine schmerzen. Doch ein Bild geht dem Hund nie aus dem Kopf. Das Bild seines Herrchen, das er so plötzlich verlassen musste. Fremde Menschen holten ihn ab. Das letzte was er sah war sein Herrchen mit Tränen in den Augen. Warum musste er gehen? Was geschieht mit ihm? Er wollte nicht fort , doch jemand zog unwiderruflich an der Leine. Komm kleiner, hörte er, du musst keine Angst haben! Oh doch er hatte Angst, sie nahmen ihn doch fort. Fort von seinem Herrchen , fort von seinem Zuhause. Er wurde in ein Auto gehoben. Zittern am ganzen Körper. Doch Aufmerksam aus dem Fenster schauend. Nach sehr langer Zeit mit diesen Menschen hielt das Auto. Er durfte aus dem Auto. Schnüffelnd, suchend wo war sein Herrchen? Nichts! Der Mensch für den er durchs Feuer gehen würde, er war nicht mehr da. Die Menschen am anderen Ende der Leine zogen ihn in ein Haus. Jedweder Widerstand war zwecklos. Von Halsband und Leine befreit wandte er sich um, die Tür der Weg zur Flucht, sie schlug zu. Gefangen. Ein Körbchen stand da, geruchlos, fremd. Er legte sich nicht hinein. Er legte sich an die Tür. Vielleicht hilft ein Weinen? Er fraß nicht, Hunger verspürte er nicht. Nur die Sehnsucht quälte ihn und das Bild seines Herrchen fest in seinem Kopf eingebrannt. So kam der Tag an dem die Tür nicht richtig schloss, die Gelegenheit zur Flucht. Durch die Tür und die Strasse entlang. Niemand hatte es bemerkt . Nur fort von hier, nur fort!

All das ging ihm durch den Kopf, seit Tagen war er unterwegs und die Beine schmerzten vom Laufen doch sein Herrchen rief, das trieb ihn an. Ein Auto fuhr an ihm vorbei und bremste. Er blieb stehen. Waren es die Menschen die ihn suchten und wieder zurück bringen wollten? Es stieg jemand aus und eine ihm vertraute Stimme sprach zu ihm. Eine Stimme die er oft bei seinem Herrchen gehört hatte. Timmy was machst du den hier ? Du armer Kerl! Ich dachte du hast ein neues Zuhause? Na dann komm erst mal mit. Und Timmy freute sich das der Mensch ihn mit seinem richtigen Namen ansprach und nicht mit dem Namen auf dem er hören sollte. Voller Vertrauen legte Timmy sich in das Auto und der Mensch fuhr los. Du armer Kerl was mach ich bloß mit dir? Wie kannst du verstehen das dein Herrchen nicht mehr da ist. Etwas stimmte nicht das spürte Timmy. Tage vergingen und irgendwie spürte der Hund das er sein Herrchen niemals wiedersehen würde. Nach ein paar Monaten starb der kleine Timmy an gebrochenen Herzen.

Und ob es auch verboten war schlich der Mensch mit dem toten Timmy des Nachts auf den Friedhof und begrub ihn neben seinem Herrchen den er so liebte.

Nun waren sie wieder vereint, wie im Leben so auch im Tode.

 Das mir der Hund das Liebste sei, sagst du:

O, Mensch, sei Sünde? Der Hund blieb mir im Sturme treu. Der Mensch nicht mal im Winde!

Michael Dreblow

 

4.7.09 10:36
 


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